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Waldbrandlage und Luftqualität für sieben Staaten auf einer Karte

SAMOWESP führt Satellitendetektionen, Brandgefahrenindizes, Flächendaten und Luftmessfelder für den gesamten Raum des ehemaligen Jugoslawien in einem Lagebild zusammen. Dieselbe Karte trägt im Sommer die Rauchfrüherkennung und im Winter die Feinstaubbelastung — für Dienststellen, die über Staatsgrenzen hinweg dieselbe Datengrundlage brauchen.

Kartenblatt Südosteuropa · 13,3°–23,1° O · 40,8°–46,9° N

Detektionen · 24 h

693

Detektionen · 24 h

Stand 15:00 · VIIRS/FIRMS

Detektionen · 7 Tage

6.412

Detektionen · 7 Tage

Stand 15:00 · VIIRS/FIRMS

Brandflächen · Saison 2026

1.672

Brandflächen · Saison 2026

Stand 03:17 · EFFIS

Verbrannte Fläche · Saison 2026

139.525

Verbrannte Fläche · Saison 2026ha

Stand 03:17 · EFFIS

Quellen: NASA FIRMS · EFFIS und GWIS, Copernicus

Aktuelle Lage

Öffentlich sichtbare Kennzahlen des laufenden Betriebs. Das vollständige Lagebild mit Einzeldetektionen steht angemeldeten Dienststellen offen.

Lagekarte

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Lage nach Staaten

StaatDetektionen 7 TFläche 2026 (ha)
Slowenien31399
Kroatien15416.121
Bosnien und Herzegowina31963.206
Serbien3.46315.496
Montenegro22221.838
Nordmazedonien16519.614
Kosovo1762.851

Stand 15:00 · Europe/Sarajevo

Zur Saisonstatistik

Alle Auswertungen werden an den Staatsgrenzen dieser sieben Staaten beschnitten. Detektionen in Italien, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Albanien fallen aus den Kennzahlen heraus, auch wenn sie im Kartenfenster sichtbar sind.

Kartenfenster W / S / O / N · 13.3 / 40.8 / 23.1 / 46.9

Was das System leistet

Alle Bausteine arbeiten aus derselben Datengrundlage und laufen in derselben Karte zusammen.

  • Satellitendetektion

    Thermische Anomalien aus VIIRS und Sentinel-3 SLSTR, im Regelbetrieb mit 375 Metern Auflösung. Benachbarte Pixel werden räumlich und zeitlich zu einem Brandereignis verdichtet, damit die Zählung Brände abbildet und nicht Zeilen.

  • Brandgefahrenindex

    Fire Weather Index und seine Teilindizes als Tageslage und als Vorhersage. Sechs Gefahrenstufen, deren Grenzwerte offengelegt sind, statt einer Ampel ohne Maßstab.

  • Verbrannte Flächen

    Brandflächen als Polygone mit Staat, Gemeinde, Flächengröße und Anteilen der betroffenen Landbedeckung. Erfassung ab etwa einem Hektar.

  • Naturschutz

    Schutzgebiete aus dem Emerald Network und Natura 2000 liegen unter der Brandfläche. Jede Detektion trägt die Entfernung zum nächstgelegenen Schutzgebiet.

  • Zuständigkeitsgebiet

    Jede Dienststelle bekommt ihr Gebiet zugewiesen und sieht zuerst, was dort geschieht. Die Gesamtlage bleibt daneben sichtbar, weil Brände an der Kreisgrenze nicht anhalten.

  • Jahresbilanz

    Verbrannte Fläche, betroffene Vegetation, verbrannte Biomasse und die daraus geschätzte Treibhausgasmenge nach IPCC-Methodik — als Spanne, nicht als Scheingenauigkeit.

  • Kartenebenen

    Achtundzwanzig geprüfte Ebenen in einer Karte: zweiundzwanzig Bildebenen von Satelliten und Modellen, dazu sechs Fachebenen aus der eigenen Datenhaltung. Die feinste löst zehn Meter auf, die schnellste kommt alle fünf Minuten.

  • Überflugvorhersage

    Elf Flugkörper werden aus ihren Bahndaten vorausgerechnet: welcher Satellit das Gebiet als nächstes sieht, zu welcher Minute und ob der Ort am Rand des Schwads liegt. Vier Tage voraus, gegen den tatsächlichen Szenenbestand nachgeprüft.

  • Forschungsschnittstelle

    Detektionen, Brandflächen, Indexreihen und Sensorwerte als GeoJSON oder CSV über eine dokumentierte Schnittstelle. Zugangsschlüssel für Hochschulen kostenlos; simulierte Zeilen sind in der Ausgabe als solche gekennzeichnet.

Luftqualität

Waldbrandrauch und Hausbrand sind dieselbe Messgröße. Die Ebenen, die im Sommer eine Rauchfahne über dem Karst verfolgen, zeigen im Winter die Belastung in den Talkesseln — dieselbe Karte, zwölf Monate im Jahr. Das ist der Grund, warum ein Luftmessnetz in den Haushalt der Katastrophenvorsorge gehört und nicht daneben.

GrößeAuflösungTakt
Gemessen aus dem Orbit
Aerosol (AOT)VIIRS · NASA GIBSrund 25 kmtäglich
Stickstoffdioxid (NO₂)Sentinel-5P TROPOMI3,5 kmtäglich
Schwefeldioxid (SO₂)Sentinel-5P TROPOMI3,5 kmtäglich
Kohlenmonoxid in 5,5 km HöheAIRS · NASA GIBSrund 45 kmtäglich
Gerechnet — CAMS-Modell
Feinstaub (PM2,5)CAMS · ECMWF10 kmstündlich
Feinstaub (PM10)CAMS · ECMWF10 kmstündlich
Kohlenmonoxid, bodennahCAMS · ECMWF10 kmstündlich
MineralstaubCAMS · ECMWF10 kmstündlich
Brandrauch (AOD 550 nm)CAMS · ECMWFrund 40 km3 Stunden

Vier Messungen, fünf Rechnungen: CAMS bestimmt Konzentrationen für ein Zehn-Kilometer-Gitter, es misst sie nicht. Die Modellebenen stehen deshalb in einer eigenen Gruppe der Zeichenerklärung. Wo eine Schwelle nötig ist, steht der Grenzwert und keine gewählte Zahl — Feinstaub PM10 färbt ab 50 µg/m³, dem Tagesgrenzwert der Richtlinie 2008/50/EG.

Keines dieser Felder ersetzt eine amtliche Messstelle, und keines löst ein Stadtviertel auf. Über offener See ist hoher Feinstaub zudem überwiegend Seesalz — derselbe Zahlenwert bedeutet dort etwas anderes als über einem Talkessel.

Zum öffentlichen Luftqualitätsportal

Luftebenen: Copernicus Atmosphere Monitoring Service (ECMWF) · NASA EOSDIS GIBS · modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (ESA).

Messnetz am Boden

Bei zehn Kilometern Gitterweite endet das, was ein Modell über eine Stadt sagen kann. Für die Frage, welches Viertel zu welcher Stunde belastet ist, braucht es Messpunkte im Ort: kleine Stationen an Straßenlaternen, nachts am Lichtstrom, tagsüber auf Akku, Meldung über Mobilfunk.

Messgrößen
PM2,5 · PM1 · PM10
Redundanz
zwei Kanäle, Mittelwert
Zusätzlich
Temperatur, Luftfeuchte
Takt
10 Minuten
Strom
Laternenstrom + Akku
Funk
NB-IoT / LTE-M
Montage
Lichtmast, kein Tiefbau

Stand: Die Platine ist entworfen, die Fertigungsdaten liegen vollständig vor, im Feld steht noch keine Station. Die Stationen, die das Lagebild heute zeigt, sind simuliert — gekennzeichnet in der Karte, im Detailfeld und in jeder Zeile der Schnittstelle.

Auch im Betrieb bleibt die Messung indikativ: Sie ergänzt die amtlichen Messstellen um Ortsauflösung, sie ersetzt sie nicht.

Reichweite, Zeitfenster und Erkennungsgrenzen der eingesetzten Verfahren sind vollständig dokumentiert: Methodik und Grenzen der Erkennung

Wie die einzelnen Sensoren messen, was sie nicht sehen können und welche Lizenz an welchem Datensatz hängt, steht ausgeschrieben im Wissensbereich: Vierzehn Fachseiten zu Sensoren und Verfahren

Zugang für Dienststellen

Das vollständige Lagebild ist Behörden und Einsatzorganisationen vorbehalten: Feuerwehr, Zivilschutz, Forstverwaltung, Polizei, Ministerien, Kommunen sowie Forschungseinrichtungen und Hilfsorganisationen mit Auftrag im Bevölkerungsschutz.

  1. Antrag stellen

    Dienststelle, Art, Staat und Zuständigkeitsgebiet angeben, dazu eine dienstliche Kontaktadresse.

  2. Akkreditierung

    Der Antrag wird geprüft. Freigeschaltet wird erst, wenn die Dienststelle und die angegebene Kontaktadresse bestätigt sind.

  3. Lagebild und Meldungen

    Nach der Freigabe stehen Einzeldetektionen, Zuständigkeitsgebiet, Meldejournal und Jahresbilanz offen — am Bildschirm der Leitstelle wie auf dem Telefon im Einsatz.

Die Prüfung erfolgt durch einen Menschen und dauert in der Regel ein bis zwei Werktage.

Sieben Staaten, eine Datengrundlage. Der Zugang beginnt mit dem Antrag Ihrer Dienststelle.

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