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SAMOWESP
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Wissen

Was hinter dem Lagebild steckt: welche Sensoren messen, wie sie messen, was sie nicht sehen können — und nach welchen Verfahren SAMOWESP aus Rohdaten eine Aussage macht.

Jede Angabe auf diesen Seiten hat eine benannte Quelle: Betreiber, Produktname und, wo es eine gibt, die Veröffentlichung. Wo eine Zahl nicht belegt ist, steht hier keine.

Der Bereich ist öffentlich und verlangt keine Anmeldung. Er richtet sich an drei Leserkreise zugleich: an Einsatz- und Verwaltungspersonal, das wissen will, was es auf der Karte sieht; an Studierende, die auf diesen Daten arbeiten; und an Geber, die die Substanz hinter der Darstellung prüfen.

Satelliten und Sensoren

Sieben Bezugswege, vier Betreiber. Jede Seite nennt, was der Sensor physikalisch misst, mit welcher Auflösung und in welchem Takt, wo seine Grenze liegt und wozu SAMOWESP ihn nutzt.

  • Der Kernbezug des Lagebilds: drei Satelliten, sechs Beobachtungsfenster am Tag, die feinste verfügbare thermale Feuererkennung.

  • MODIS — die lange Reihe

    1 km · Archiv seit 2000

    Gröber als VIIRS und mit Enddatum, aber die einzige Quelle, die bis zum Jahr 2000 zurückreicht.

  • Sentinel-2 — zehn Meter

    10 m · alle 2–3 Tage

    Kein Feuersensor, sondern das Detailbild: einzelne Brandränder statt Wärmeflecken. Die einzige Ebene, deren Kacheln SAMOWESP selbst schneidet.

  • Feuerdetektionen, die FIRMS nicht führt: ein zusätzliches Nachtfenster aus einer zweiten Betreiberkette — allerdings ohne Intensitätsangabe.

  • Sentinel-5P TROPOMI — Spurengase

    3,5 × 5,5 km · täglich

    Misst Gassäulen über dem Ort, nicht Konzentrationen am Boden. Beim Schwefeldioxid stößt der Bezugsweg an eine harte Grenze.

  • Der einzige Sensor, der Bewegung zeigt: alle zehn Minuten ein Bild, dazu Feuertemperatur und Blitzortung im Fünf-Minuten-Takt.

  • Die einzige Ebene der Karte, die nichts Beobachtetes zeigt: eine Modellvorhersage für Feinstaub und Brandrauch.

Verfahren

Die Rechenwege zwischen Rohdaten und Aussage: der Brandgefahrenindex, die Kartierung von Brandflächen samt Brandschwere, die Emissionsabschätzung nach IPCC und die Bodensensorik mit ihren Korrekturen.

  1. 1Brandgefahrenindex — das kanadische System

    Sechs verkettete Größen aus Wetter und Brennstofffeuchte. Zwei Betreiber rechnen ihn — mit deutlich verschiedenen Ergebnissen.

  2. 2Brandflächen — Kartierung, Mindestfläche und Brandschwere

    Vom Punkt zum Polygon: wie eine verbrannte Fläche entsteht, wie klein sie sein darf und was über ihre Schwere gesagt werden kann.

  3. 3Emissionsabschätzung nach IPCC

    Vier Größen, vier offengelegte Modellannahmen und eine Gesamtunsicherheit von Faktor zwei — deshalb steht dort nie eine einzelne Zahl.

  4. 4Bodensensorik — Feinstaub aus günstigen Sensoren

    Was ein Satellit nicht kann: durchgehend messen, wo Menschen atmen. Der Preis sind Korrekturen, die dokumentiert und versioniert sein müssen.

Nachschlagen

Grenzen der Erkennung
SAMOWESP ist ein Lagebild mit sechs Beobachtungsfenstern pro Tag und ausdrücklich keine Echtzeit-Branderkennung. Die fünf messbaren Grenzen — Beobachtungslücke, Latenz, Bewölkung, Erkennungsschwelle und industrielle Dauerwärmequellen — stehen gesammelt auf einer eigenen Seite. Sie ist Teil dieses Wissensbereichs und wird von jeder Sensorseite aus verlinkt.Zu den Grenzen der Erkennung
Datenquellen und Lizenzen
Wer liefert was, unter welcher Lizenz, und welche Namensnennung ist Pflicht. Dazu die Quellen, die geprüft und aus Lizenzgründen nicht verwendet wurden.Zu den Datenquellen
Für Studierende
Die Forschungs-API, die Regeln zur Reproduzierbarkeit und der Themenkatalog für Abschlussarbeiten.Zum Studienbereich

SAMOWESP ist eine Marke der samoLabs.